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Cockfight in Bali

By 1. Dezember 2017 No Comments

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Es ist ein uraltes Ritual, welches bis heute in hohem Maße auf Bali praktiziert wird: Hahnenkämpfe. Auch wenn viele von uns Europäern es vielleicht für moralisch fragwürdig finden, ist der Hahnenkampf doch Hobby, Sucht und Lebensinhalt für viele balinesische Männer.

Zwei Hähne kämpfen in provisorisch erstellten Kampfplätzen, oder dauerhaften Arenen, den Wantilan, gegeneinander.

Dabei spielt ihr natürliches Revierverhalten eine große Rolle. Denn Hähne dulden keinerlei männliche Konkurrenz in ihrer Nähe. Durch ein zusätzlich angebrachtes Hilfsmittel, ein scharfes Messer am Fuß des Hahns, wird nach dem Zusammentreffen zweier Hähne gekämpft bis zum bitteren Ende eines, oder manchmal beider Hähne. Es reicht jedoch auch aus, wenn eines der Tiere so verletzt ist, dass es freiwillig den Kampf aufgibt. Hierbei finden mehrere Kämpfe an einem Tag statt. Vor jedem Kampf wird mit Geld um den Gewinner gewettet. Der Gewinner bekommt einen Teil des Wettgewinns und den erlegten Hahn des Gegners.

Dieser wird nach dem Kampf in einer Suppe verzehrt. Viele Balinesen glauben dabei, dass beim Verzehren der Suppe die Kraft des Gewinners auf den Menschen übergehen kann. Der Ursprung dieses Rituals bestand eigentlich darin, böse Geister mit Hahnenblut vor bestehenden Zeremonien zu besänftigen damit diese die kommenden Zeremonien nicht stören. Daher sieht man auch häufig Kämpfe hinter Tempelmauern. Diese rituellen Kämpfe sind offiziell als legal erklärt. Heutzutage muss man jedoch sagen, dass die meisten Kämpfe ohne religiösen Hintergrund stattfinden, sondern lediglich die Wettleidenschaften der Balinesen befriedigen. Legal sind diese Kämpfe nicht. Sie werden jedoch mit einem zugedrückten Auge von der lokalen Polizei toleriert.

 

Lukas Salbrechter

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